Die Ziergärten

Hex 251 Französischer Garten 750x530 Copyright Hex GTabak(53)DER FRANZÖSISCHE GARTEN
Die mit hohen Hecken eingefriedeten Gärten am Haupteingang wurden von dem Landschaftsarchitekten Jules Janlet in den Jahren zwischen 1913 und 1917 renoviert. Von den zahlreichen bunten Blumenbeeten blieben vier erhalten, die jährlich noch mit Tulpen und Salvien bepflanzt werden. Der übrige Raum wird von langen Rasenstreifen mit verstreuten Buchsbaumkugeln und Ziervasen mit einer prächtigen Perspektive auf die Vorderfassade des Schlosses eingenommen.

Hex 252 Terrassen 750x450 Copyright Hex PSG.be-1769DIE TERRASSEN
Von der südöstlichen Fassade des Schlosses aus sind drei Terrassen angelegt, die treppenförmig nach unten führen und sozusagen den Sockel bilden, auf dem das Schloss erbaut ist. Sie wurden 1990 von dem Antwerpener Gartenarchitekten Jacques Wirtz neu gestaltet. Die Terrassen sind mit Blaustein eingefasst und mit Vasen geschmückt. Eine klare Zeichnung von Rasenflächen und Flächen aus Dolomitsplit, umsäumt von geschnittenen Eibenformen, ersetzt die Beete des neunzehnten Jahrhunderts mit einjährigen Blumen. Ein kleiner runder Teich und die Töpfe mit Oleandern mildern die strengen Linienführungen. Entlang beider Seiten der Terrassen sind Rosensträucher wie große Blumensträuße gepflanzt und im Hintergrund sieht man die alten Buchsbäume, Stechpalmen und Eiben, die in großen Wolkenformen geschnitten werden.

DER KLEINE ROSENGARTEN
Hinter den hohen Hecken des Ehrenhofs befindet sich links vom Schloss ein Gartenzimmer, das heute der kleine Rosengarten genannt wird. Dieser erhielt seine Bestimmung erst im 20. Jahrhundert, nachdem die Kinder der Gräfin Nanda d’Ursel dem Sandkasten entwachsen waren und sie sich selbst dem Sammeln historischer Gartenrosen widmete. Im Zentrum steht eine Amorstatue auf einem Sockel und an der Mauer befindet sich ein halbrundes Wasserbecken mit Brunnen.

Hex 254 Chinesischer Garten 720x450 Copyright Hex GTabak(27)DER CHINESISCHE GARTEN
Im chinesischen Garten oder dem ’Garten der Suzanne’ kann man eine eigentümliche Chinoiserie bewundern: ein voluminöser lachender Buddha in polychromer Holzschnitzerei aus dem Ende des 18. Jahrhunderts. Die Statue ist lütticher Herkunft nach dem Vorbild eines kleinen Porzellans, das sich im Schloss befand. Die Statue ist beweglich: durch den Druck des Windes bewegen sich Kopf und Hände; spöttisch streckt die Statue auch die Zunge heraus. Der Garten wird in zwei Teile geteilt durch einen zentralen schmalen Wasserkanal. Die Steinplatten sind eine typische Ergänzung des neunzehnten Jahrhunderts. Nach der Renovierung durch Gräfin Stéphanie d’Ursel im Jahr 2006 sammelt man hier besondere Pflanzen orientalischen Ursprungs.

Der Prinsenhof
Dieser Garten auf der Sonnenseite des südwestlichen Flügels des Schlosses verdankt seinen Namen dem Fürstbischof Velbrück, der von seinem Apartment aus auf diesen Garten blickte. Der Garten weist eine typisch französische Anlage in 16 gleiche Blumenbeete auf, basierend auf einem Entwurf von Jules Janlet. Die Beete werden jährlich mit aromatischen Sommerblühern bepflanzt. Zwei Klassiker, die immer wiederkehren, sind die Duftpelargonie ‘Charity’ und der blaue Salbei ‘Victoria’.

Im Prinzenhof finden wir auch einige besondere Rosen, die den Ursprung der berühmten Rosensammlung auf Hex bilden. Es handelt sich um Rosensträucher, die auf eigenen Wurzeln wachsen und hier bereits seit dem Ende des 18. Jahrhunderts stehen. Die Rosa indica rubra, die Rosa ‘Old Blush Hex’ und die Rosa chinensis multipetala wurden damals von der Ostindischen Kompanie aus China mitgebracht.

Hex 243 Blumenrabatten 750x530 Copyright Hex GTabak(54)DIE BLUMENWIESE
In Verlängerung des Prinzenhofs und des Chinesischen Gartens befindet sich die ehemalige Eselswiese. Heutzutage wird sie als Blumenwiese gepflegt und kurz gemähte Wanderwege verlaufen kreuz und quer durch das Grundstück. Diese Wiese wird einmal jährlich gemäht. Eine junge Anpflanzung von Lindenbäumen aus allen Kontinenten verspricht einen schönen Lindenwald für kommende Generationen. Vom Wanderweg entlang der Wiese aus hat man eine herrliche Aussicht auf den tiefer gelegenen Gemüsegarten, das Dorf und die umgebende Landschaft.

DER BIENENGARTEN
Hex 256 Bienengarten 300x200 Copyright Hex PSG1626Beim Verlassen des Gemüsegartens durch das kleine Tor ganz hinten wird man von einer Überraschung erwartet: ein kleines romantisches Tal, eingeschlossen zwischen den Backsteinmauern des Gartens. Unter dem Ziegeldach verbergen sich die Bienenstöcke. An einem rustikalen Wachtürmchen prangen zwei Wappen des Fürstbischofs. Die Überlieferung besagt, dass sich unter diesem Denkmal das Grab der Lieblingsstute von Velbrück befindet. Der Name der Stute war Venus.

Hex 250 Streifen 1140x100 Copyright Hex GTabak(56)

© 2026 Kasteel Hex – Alle Rechte vorbehalten